Zeugnis von A.K.
„Mann oder Frau der Kirche mitten in der Welt und Mann oder Frau der Welt mitten in der Kirche“

Unter diesem Thema stand der „Welttag der CLC-CVX-GCL“ den die CVX LU am 17. März 2013 begangen hat. Einige Mitglieder hatten sich bereit erklärt, ein Zeugnis zu geben über die Art und Weise, wie sie ihr „da sein“ in der Welt und ihr der Kirche (er)leben.

« (..) L’Eglise a le devoir, à tout moment, de scruter les signes des temps et de les interpréter à la lumière de l’Evangile, de telle sorte qu’elle puisse répondre, d‘une manière adaptée à chaque génération, aux questions éternelles des hommes sur le sens de la vie présente et future et sur les relations réciproques. »

« (..) Les laïcs doivent assumer comme leur tâche propre le renouvellement de l’ordre temporel. Eclairés par la lumière de l’Evangile, conduite par l’esprit de l’Eglise, entraînés par la charité chrétienne, ils doivent en ce domaine agir par eux-mêmes d’une manière bien déterminée. Membres de la cité, ils ont à coopérer avec les autres citoyens suivant leur compétence particulière en assumant leu propre responsabilité et à chercher partout et en tout la justice du Royaume de Dieu. (..) »
(Vatican II, « L’Eglise dans le monde de ce temps 4,1 » et « Apostolat des laïcs 7 »)

Ich stamme aus einem katholischen Elternhaus. Wir gingen regelmäßig zu heiligen Messe und gehörten zur Pfarrgemeinde. Es war ganz natürlich, dass wir uns dort engagierten. Meine Mutter, meine Schwester und ich halfen in der Pfarrbücherei. Später gab ich Kommunionunterricht und führte die Kinder in einer Gruppe weiter. Viele Jahre habe ich in einem Chor, der Gottesdienste gestaltete mit gesungen und ihn organisiert. Die Pfarrei war ein Stück Heimat, eine Gemeinschaft an der man mitwirkte. Dies habe ich nicht weiter reflektiert, es war selbstverständlich.
Auch während meiner Ausbildung suchte ich Anschluß an eine Pfarrgemeinde, war sie doch der Ort, wo mein Glaube beheimatet war.
Später war ich Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, im Dekanatsrat und schließlich auch Mitglied des Kathokikenrates. Es war gut zu sehen, dass man etwas bewirken konnte.

Heute lebe ich in einem kleinen Eifeldorf, in dessen Pfarrei nicht viel los ist. So arbeite ich wieder in der Pfarrbücherei mit. Außerdem bin ich Lektorin, da ich die biblischen Texte gerne lebendig und ansprechend überbringe. Ferner gehöre ich zu dem Team, das die Wortgottesdienste leitet, eine Möglichkeit die Liturgie mitzugestalten.
Die Pfarrgemeinde ist der Ort meines Glaubens, eine Gemeinschaft, in die ich mich einbringe. Ich möchte meinen Glauben möglichst konkret praktizieren, das Wort Gottes verkündigen.
Ich bin stark ignatianisch geprägt. Hatte in Trier intensiven Kontakt zu den Jesuiten, habe bei ihnen gelebt. So bin ich zur GCL gekommen. Habe in Aachen einer Gruppe, die Ursula Becker begleitete, angehört. Meine geistliche Begleitung war Daniela Frank.
Heute bin ich bei der CVX gelandet. In der Gruppe kann ich mich über meinen Glauben austauschen, was in der Pfarrei fehlt. Die Meinungen und Erfahrungen anderer hören. Wir sind alle recht verschieden und verfügen so über unterschiedliche Erfahrungen, was sehr bereichernd sein kann. Hier versuche ich Glauben und Alltag zu verbinden. Daraus wächst mein Engagement.

Anne K.

siehe auch Témoignage S.C.
siehe auch Témoignage vum A.G.

13. März 2014