Erklärung des Symbols der Gemeinschaft in Luxemburg für Fatima 2008

Zusammen
unsere Berufung vertiefen
Um in Christus zu wachsen
Und Frucht zu bringen

Unser Symbol stellt die Dynamik der GCL in Luxemburg dar:
Es fasst zusammen

  • die Gnaden, die wir erhalten haben,
  • die Herausforderungen und den Trost, denen wir begegnen,
  • die Verheißung, zu der wir gerufen sind.

Die GCL in Luxemburg zählt im Moment 54 Mitglieder, und jedes Mitglied ist durch ein farbiges Band dargestellt. Das gelbe, umfassende Band ist der Ruf Christi und/oder unsere Sehnsucht, Ihm zu folgen.

Wir treten der GCL als Einzelne bei, voll guten Willens und Großzügigkeit, aber wir sind bedürftig: wir bedürfen der rettenden, ordnenden Gegenwart Christi in unserem Leben. In einem ersten Schritt werden wir Mitglieder einer lokalen Gruppe; sie sind durch die Knoten dargestellt. In dem Maße, in dem wir durch den Prozess von USUA (Unterscheiden, Senden, Unterstützen, Auswerten) wachsen, werden wir immer mehr auf den Ruf Gottes in unseren Leben und als Gemeinschaft eingestimmt. Wir erbitten ein immer (MAGIS) tieferes, innigeres Erkennen von Christus, indem wir Ihn lieben und Ihm in seiner Passion (das Kreuz) und Auferstehung nachfolgen. Diese grundlegende Erfahrung schickt uns “hinaus in eine Welt, die gezeichnet ist von Zerrissenheit und Leiden” (Hong-Kong) und befähigt uns dazu, Frucht zu bringen.

Neben unserem individuellen, persönlichen Engagement (weisse Etiquetten), haben wir einige Gemeinschaftsprojekte (weisse Vierecke):

  • Wir haben ein sehr lebendiges und phantasievolles Formungsteam, das 2004 als Folge von Nairobi ins Leben gerufen wurde. Es fördert ignatianische Spiritualität nicht nur unter Mitgliedern der GCL, sondern auch in Pfarreien und in der Erwachsenenbildung. Dem entsprechend beteiligt sich die GCL an diversen pastoralen Angeboten, die nicht GCL-intern sind. In diesem Bereich ist unsere Zusammenarbeit mit der Diözese stark ausgeprägt.
  • Projekt [’magis] - Ignatianische Experimente 2005: In Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern der ignatianischen Familie (Jesuiten, Schwestern der Christlichen Lehre) bot die GCL mehrere Ignatianische Experimente an, die junge Erwachsene aus aller Welt auf den Weltjugendtag in Köln im Sommer 2005 vorbereiteten.
  • Die Jugend und die Glaubensvermittlung sind seit langem ein Anliegen der GCL in Luxemburg. Die Gründung der Universität Luxemburg inspirierte uns, zusammen mit den Jesuiten, unserer Diözese, der Caritas und einer kath. Studentenorganisation den LISEL (Lieu d’initiatives et de service des étudiants au Luxembourg) ins Leben zu rufen. Der LISEL versteht sich als ein Begegnungsort für Studenten der Uni Luxemburg. Er soll Studenten ermöglichen, sich durch soziale, kulturelle und religiöse Aktivitäten zu entfalten. Außerdem stellt er konkrete praktische Hilfen zur Verfügung, damit sich Studenten in Luxemburg zurecht finden können. Neuestes Angebot ist ein kleines Studentenwohnheim mit sozialen Preisen.
  • Ebenfalls in Zusammenarbeit mit den Jesuiten, haben wir den GIM (Ignatianischer Arbeitskreis für Migration) gegründet. Über Fragen zur Migration hinaus ist diese Arbeitsgruppe für die Probleme aller Randgruppen hellhörig. Die meisten Mitglieder sind engagierte Sozialarbeiter. Deswegen haben sie sich folgende Schwerpunkte gesetzt:
    • die Sensibilisierung der GCL sowie der Öffentlichkeit über aktuelle Themen und spezifische Probleme von Randgruppen, oft über erfolgreiche öffentliche Diskussionsabende oder offene Briefe an die Redaktion von großen nationalen Zeitungen.
      Auf diese Weise hat die GCL in der Vergangenheit öffentlich zu wichtigen nationalen Themen Stellung bezogen: zur europäischen Verfassung, zur Euthanasiedebatte und zum neuen Asylgesetz.
    • Dieser Arbeitskreis bietet Sozialarbeitern die Plattform/Möglichkeit, ihre Erfahrungen im Lichte des Evangeliums zu reflektieren.

Auf unserm Symbol finden sich auch einige altbekannte Langzeitbaustellen wieder:
Die GCL in Luxemburg ist keine homogene Gemeinschaft: nicht alle unsere Mitglieder und nicht alle unsere Gruppen befinden sich auf dem gleichen Punkt auf ihrem Weg in der GCL. Die vier Schritte (USUA) werden nicht systematisch in allen Gruppen und von allen Mitgliedern praktiziert. Einige Mitglieder haben noch nie Exerzitien in irgendeiner Form gemacht. Unser Bewusstsein von GCL als apostolische Gemeinschaft entwickelt sich allmählich.

Daher liegt es uns sehr am Herzen, die Grundvollzüge, die Basics des GCL-Lebensstils zu fördern:

  • regelmäßiger Rückblick,
  • Teilnahme an Exerzitien ein Mal pro Jahr,
  • die vier Schritte von USUA für persönliche und gemeinschaftliche Entscheidungen,
  • ...

Im Moment sind wir als GCL in Luxemburg dabei, unsere Berufung zu einem “einfachen Lebensstil” (gemäß den Allgemeinen Grundsätzen 4, Unser Charisma) zu entdecken und auszuloten, wie dies in einem reichen Land wie Luxemburg in die Praxis umzusetzen ist.

22. August 2008