« Voir Dieu en toutes choses » . "Gott in allen Dingen erleben"
 
 s'identifier  | se déconnecter
 Contact . Kontakt  |  Plan . Sitemap  |  Impressum 
Logo CVX Mondiale

27 mai 2012
Projets 152
450 ans des Communautés Laïques Ignatiennes
La CVX mondiale est heureuse de vous annoncer l’année jubilaire des 450 ans à partir du 25 Mars 2013 jusqu’au 25 Mars 2014 L’année 2013 marquera les (...)
15 mai 2012
Mission CVX et témoignage communautaire : le travail du GIM (Groupe Ignatien sur la Migration)
Journée mondiale 2012
Les responsables CVX nous ont proposé de préparer notre témoignage à partir de 3 points : a) la mission qui vous porte à la rencontre des besoins les (...)
15 mai 2012
La Mission CVX dans les Principes Généraux
Extraits
PG 2. « (La loi intérieure de l’amour) nous incite à prendre conscience de nos graves responsabilités ; elle nous aide à chercher constamment les (...)
15. Mee 2012
Priedegt vum 6. Ouschtersonndeg B
Octavmass vun der CVX an der Kathedral, den 13. Mee 2012
Léiw Pilgerinnen a Pilger, léiw Frënn vun der CVX Lëtzebuerg ! 1. Wa mir un eise Glawen denken, da kënnt eis fir d’éischt an de Sënn, wat mir maachen (...)
6 mai 2012
Mission CVX et témoignage communautaire : le travail au sein du LISEL
Journée mondiale 2012
A. Le LISEL : une réponse d’Église aux étudiants en besoin, avec une attention particulière aux nouveaux arrivants. Réponse aux besoins (...)
Begleitung von Vertriebenen - ignatianisch
Das Welttreffen von Fatima 2008 drückte den Wunsch aus, im Dienst an Vertriebenen entschieden aufzutreten und umriss dabei gleich eine entsprechende Haltung : „Advocacy“- „ Anwaltschaft für Vertriebene“

Das 5. Europäische GCL-Treffen zum Thema „Forced Migration“ fand von 27. bis 30. Jänner 2011 in Luxembourg statt. 23 Delegierte aus 7 europäischen Nationalgemeinschaften sowie 2 Delegierte von JRS Belgien (Jesuit Refugee Service) und Welt-GCL-Sekretär Franklin Ibanez nahmen daran teil und berichteten von unterschiedlichen Erfahrungen mit der Begleitung von Vertriebenen. Daraus entstanden Richtlinien, die künftigen BegleiterInnen den Umgang mit diesen Menschen in Not, oder auch mit Behördenvertretern, nicht zuletzt mit den eigenen Grenzen und Unzulänglichkeiten erleichtern sollen.

Nachfolgend auszugsweise einige Beispiele :

1. spirituell verwurzelt leben

Um in der oftmals schwierigen Unterstützung der Vertriebenen durchzuhalten, ist es essentiell, diese Begleitung im Glauben zu verankern wie auch das Gesicht Christi in denjenigen zu erkennen, die leiden.

Das Gebet ist der Ort, wo wir erfahren, wie Christus auf andere blickt, wo unsere Art des Wahrnehmens gewandelt wird und wo Beziehungen zu anderen gerechter werden. Gebet verhilft uns zu luzider und weiser Erkenntnis, zur Fähigkeit, auf Situationen und Hilfsprojekte „mit den Augen Gottes“ zu blicken, und es hilft uns zu unterscheiden und bösartige Einflüsse des „üblen Geistes“ zurückzuweisen.

2. „Ignatianisch“ begleiten
Disposition :

Die Begleitung beginnt mit einer gezielten Ausrichtung des Herzens auf den Menschen hin, der begleitet werden soll. Die Sehnsucht, sich auf Vertriebene einzulassen (im Gegensatz etwa zur bürokratischen Pflicht), ist ein unverzichtbares Element, die Angst des Anderen zu verringern.

Freiraum :

Sie selbst sollen entscheiden ! Unsere Hilfe besteht darin, Entwicklung und Wachstum von Beziehungen zu anderen zu fördern und zur Teilnahme in sozialen Netzwerken zu ermutigen, um die soziale Bedeutungslosigkeit abzustreifen. Das Wort des Begleiters ermöglicht den Vertriebenen, eigene Worte zu finden und Meinungen zu äußern, ihre Fragen und Probleme zu formulieren, bevor ihnen eine Antwort verpasst wird.

Vernetzung :

Ignatianische Begleiter von Vertriebenen informieren andere und heizen Diskussionen an über diese Fragen, die in Europa immer drängender werden. Sie werden öffentlich wahrgenommen in der Mitwirkung in christlichen und politischen Netzwerken und bei kollektiven Vermittlungsbemühungen im Einsatz für mehr Gerechtigkeit in internationalen Beziehungen.

3. Persönliche Eignung

„Die spirituelle Dimension allein garantiert noch keine Qualität in der Begleitung Vertriebener“.

BegleiterInnen von Vertriebenen müssen zuhören können, verfügbar, vertrauenswürdig und konstant sein. Sie müssen in der Lage sein, nichts für ihre Hingabe zu erwarten, denn so eine unterstützende Beziehung ist interesselos, frei und wird nicht notwendigerweise mit Dankbarkeit belohnt. Wichtig ist, dass BegleiterInnen ihrerseits begleitet oder supervidiert werden, um ihr Engagement permanent zu reflektieren.

Sie müssen gut informiert sein über die größeren Zusammenhänge ihres Arbeitsbereichs, über soziale und politische Fakten ihres Landes, der EU und der Herkunftsländer der Vertriebenen, um intelligent begleiten zu können.

Es gibt sie, solche BegleiterInnen, in der europäischen GCL – hervorragende, prophetisch wirksame Menschen ! Mögen auch in Österreich ebensolche heranwachsen – zur größeren Ehre Gottes und zum Wohl vieler Vertriebenen !

Zu diesem Treffen siehe auch La CVX Europe en route avec les migrants forcés